In weniger als acht Monaten ist die Schweiz Gastgeberin eines der grössten Sportereignisse, das je im Land stattgefunden hat: der Frauen-Europameisterschaft 2025. Vom 2. bis 27. Juli kämpfen 16 Nationen um den Titel. Mitte Dezember werden die Gruppen ausgelost. Zeit für einen Überblick.
Acht Spielorte in der ganzen Schweiz
Gespielt wird in acht Städten, verteilt über die Deutschschweiz und die Romandie:
- Basel – St. Jakob-Park, Austragungsort des Eröffnungsspiels und des Finals
- Bern – Stadion Wankdorf
- Genf – Stade de Genève
- Zürich – Stadion Letzigrund
- St. Gallen – Kybunpark
- Luzern – Swissporarena
- Thun – Stockhorn Arena
- Sion – Stade de Tourbillon
Die kurzen Distanzen sind ein grosser Vorteil: Fans können mit dem Zug bequem von Spiel zu Spiel reisen, an manchen Tagen sogar zwei Partien besuchen.
Die Nati mit Heimvorteil
Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft ist als Gastgeberin automatisch qualifiziert und bestreitet das Eröffnungsspiel am 2. Juli in Basel. Trainiert wird das Team von der Schwedin Pia Sundhage, die mit den USA zweimal Olympiagold gewann und zu den erfahrensten Trainerinnen der Welt gehört. Mit Spielerinnen wie Captain Lia Wälti und Ana-Maria Crnogorčević verfügt die Nati über viel internationale Erfahrung.
Starke Konkurrenz
Die Favoritinnen sind klar: England hat die letzte EM 2022 gewonnen, Spanien ist amtierender Weltmeister. Dazu kommen Teams wie Deutschland, Frankreich, Schweden und die Niederlande. Für die Schweiz wäre schon das Erreichen der K.-o.-Phase ein grosser Erfolg. Bei früheren EM-Teilnahmen schied die Nati jeweils in der Gruppenphase aus.
Warum diese EM so wichtig ist
Ein grosses Turnier im eigenen Land kann viel bewegen. Andere Länder haben es vorgemacht: Nach der Heim-EM 2022 in England stieg das Interesse am Frauenfussball dort stark an, die Zuschauerzahlen in der Liga erreichten neue Rekorde. Auch in der Schweiz hofft man auf einen solchen Effekt. Mehr Mädchen in den Vereinen, mehr Aufmerksamkeit für die Women's Super League und bessere Bedingungen für Spielerinnen sind die Ziele.
Was Vereine jetzt tun können
Für Fussballvereine ist die EM eine riesige Chance. Wer im Frühling und Sommer 2025 gezielt Schnuppertrainings für Mädchen anbietet, kann von der Begeisterung profitieren. Erfahrungsgemäss wollen nach einem grossen Turnier viele Kinder selbst spielen. Wichtig ist, dass dann auch genügend Trainerinnen und Trainer sowie Trainingszeiten zur Verfügung stehen.
Ein spielerischer Einstieg hilft dabei. Technikstationen, bei denen Kinder ohne Druck schiessen und treffen können, sorgen für schnelle Erfolgserlebnisse. Mit dem VOLLEYCHAMP® können auch Anfängerinnen einen Volley ausprobieren, weil der Ball ruhig auf der gewählten Höhe liegt. Das macht Spass und motiviert, dranzubleiben.
Tickets und Vorfreude
Wer ein Spiel live erleben möchte, sollte die Ticketphasen der UEFA im Auge behalten und sich frühzeitig darum kümmern, besonders für die Partien der Nati. Die Preise sind im Vergleich zu Männerturnieren moderat, was die EM auch für Familien attraktiv macht.
Ein Fest für das ganze Land
Neben den Spielen sind in den Austragungsorten Fanzonen und Rahmenprogramme geplant. Für viele Menschen wird es die erste Gelegenheit sein, ein internationales Frauenfussballspiel im Stadion zu erleben. Gerade für junge Spielerinnen kann ein solcher Besuch prägend sein: Wer einmal gesehen hat, wie ein volles Stadion die eigenen Vorbilder anfeuert, träumt davon, eines Tages selbst dort unten zu stehen.
Wir freuen uns auf einen Fussballsommer im eigenen Land und werden die Auslosung im Dezember natürlich genau verfolgen. Hopp Schwiiz!