2:0 gegen Italien: Die Nati steht im EM-Viertelfinal

Was für ein Abend in Berlin! Die Schweizer Nationalmannschaft hat im Achtelfinal der Europameisterschaft Titelverteidiger Italien mit 2:0 besiegt und steht damit zum zweiten Mal in Folge im EM-Viertelfinal. Am Samstag geht es in Düsseldorf gegen England.

Eine überzeugende Vorrunde

Schon die Gruppenphase machte Mut. Zum Auftakt gewann die Nati in Köln mit 3:1 gegen Ungarn. Gegen Schottland reichte es zu einem 1:1, wobei Xherdan Shaqiri mit einem sehenswerten Direktschuss in den Winkel traf. Zum Abschluss führte die Schweiz in Frankfurt lange gegen Gastgeber Deutschland, ehe die Deutschen in der Nachspielzeit zum 1:1 ausglichen. Die Nati beendete die Gruppe ungeschlagen auf Platz zwei.

Der Achtelfinal gegen Italien

Im Berliner Olympiastadion war die Schweiz von Beginn an die bessere Mannschaft. Remo Freuler brachte die Nati in der ersten Halbzeit in Führung. Direkt nach der Pause erhöhte Ruben Vargas mit einem herrlichen Schlenzer ins lange Eck auf 2:0. Italien fand danach kaum mehr Mittel, und die Schweizer Abwehr um Manuel Akanji und Fabian Schär liess nichts mehr anbrennen.

Die Kunst des ersten Kontakts

Was bei diesen Toren auffällt: Sowohl Shaqiris Treffer gegen Schottland als auch Vargas' Tor gegen Italien wurden ohne lange Vorbereitung erzielt. Shaqiri nahm den Ball direkt, Vargas brauchte nur einen kurzen Moment, um sich den Ball zurechtzulegen. Auf diesem Niveau entscheidet oft der erste Kontakt darüber, ob eine Chance entsteht oder nicht.

Jetzt wartet England

Am Samstag, 6. Juli, trifft die Schweiz in Düsseldorf auf England. Die Engländer haben einen starken Kader mit Spielern wie Harry Kane, Jude Bellingham und Bukayo Saka, taten sich im bisherigen Turnierverlauf aber oft schwer. Die Nati geht mit viel Selbstvertrauen in dieses Spiel. Ein Halbfinal wäre der grösste Erfolg der Schweizer Fussballgeschichte an einer EM.

Die EM-Bilanz der Nati

Wie besonders dieser Erfolg ist, zeigt ein Blick zurück. An den Europameisterschaften 1996, 2004 und 2008 schied die Schweiz jeweils in der Gruppenphase aus, 2008 sogar als Co-Gastgeber. 2016 kam das Aus im Achtelfinal gegen Polen im Penaltyschiessen. 2021 folgte der historische Sieg gegen Frankreich und der erste EM-Viertelfinal, in dem die Nati erst im Penaltyschiessen an Spanien scheiterte. Dass die Schweiz nun zum zweiten Mal in Folge unter den letzten acht steht, zeigt, wie konstant sich das Team auf hohem Niveau etabliert hat.

Was wir als Fans mitnehmen

Diese Mannschaft zeigt, was mit Teamgeist, Mut und einem klaren Plan möglich ist. Und sie zeigt, dass Technik den Unterschied macht. Ein sauber getroffener Ball im richtigen Moment ist oft mehr wert als minutenlanger Ballbesitz.

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Ein Tipp für Trainer: Nutzt die Begeisterung rund um die EM. Kinder und Jugendliche, die am Abend die Nati sehen, wollen am nächsten Tag selbst so schiessen wie Vargas oder Shaqiri. Ein kurzer Wettbewerb zum Trainingsende, bei dem alle zehn Direktabnahmen versuchen, nimmt diese Energie wunderbar auf.

Wir drücken der Nati am Samstag ganz fest die Daumen. Hopp Schwiiz!

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