Das neue Jahr hat begonnen, die Winterpause dauert noch etwas an. Ideale Zeit, um das eigene Regelwissen aufzufrischen. Die Fussballregeln wirken auf den ersten Blick simpel, enthalten aber erstaunlich viele Details, die selbst langjährige Spieler nicht kennen. Hier ist eine Auswahl.
Ein Tor direkt vom Anstoss zählt
Seit 1997 ist es erlaubt, direkt vom Anstoss ein Tor zu erzielen. Der Ball muss sich dabei nur klar bewegen, er darf auch nach hinten gespielt werden. In der Praxis kommt ein solches Tor kaum vor, weil die Distanz riesig ist. Aber wenn der gegnerische Torhüter weit vor seinem Tor steht, ist es durchaus möglich.
Kein Abseits bei Einwurf, Eckstoss und Abstoss
Wer den Ball direkt aus einem Einwurf, einem Eckstoss oder einem Abstoss erhält, kann nicht im Abseits stehen. Kluge Teams nutzen das gezielt aus, etwa indem ein Stürmer bei einem weiten Einwurf hinter der Abwehr lauert.
Ein Einwurf ins Tor zählt nicht
Wirft ein Spieler den Ball beim Einwurf direkt ins gegnerische Tor, ohne dass ihn jemand berührt, gibt es keinen Treffer, sondern Abstoss. Landet der Ball direkt im eigenen Tor, gibt es Eckstoss für den Gegner.
Der Torhüter kann nicht mit der Hand treffen
Wirft der Torhüter den Ball aus der Hand direkt ins gegnerische Tor, zählt das ebenfalls nicht. Es gibt Abstoss. Tritt er den Ball dagegen aus der Hand und trifft, ist das Tor gültig. Solche Tore gab es schon mehrfach, meist mit kräftiger Mithilfe des Windes.
Der Penalty als Doppelpass
Ein Penalty muss nicht direkt aufs Tor geschossen werden. Der Schütze darf den Ball auch nach vorne zu einem Mitspieler passen, der dann abschliesst. Wichtig ist nur, dass sich der Ball nach vorne bewegt und der Schütze ihn kein zweites Mal berührt, bevor ein anderer Spieler am Ball war. Johan Cruyff zeigte diesen Trick bereits 1982, Lionel Messi und Luis Suárez wiederholten ihn 2016 für den FC Barcelona.
Mindestens sieben Spieler
Ein Spiel darf nicht beginnen oder fortgesetzt werden, wenn eine Mannschaft weniger als sieben Spieler hat. Fällt ein Team durch Platzverweise oder Verletzungen unter diese Grenze, wird die Partie abgebrochen.
Der Abstoss muss den Strafraum nicht verlassen
Seit 2019 ist der Ball beim Abstoss im Spiel, sobald er getreten wurde und sich bewegt. Er muss den Strafraum nicht mehr verlassen. Das hat das Aufbauspiel vieler Teams verändert: Torhüter spielen den Ball nun oft kurz zu einem Verteidiger im eigenen Strafraum.
Regeln im Wandel
Die Fussballregeln werden jedes Jahr vom International Football Association Board, kurz IFAB, überprüft. Neue Regeln treten jeweils auf den 1. Juli in Kraft. Gerade wird darüber diskutiert, wie man das Zeitschinden durch Torhüter wirksamer bekämpfen kann. Es lohnt sich also, auch in Zukunft auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Regelquiz für dein Team
Ein Regelquiz ist eine unterhaltsame Abwechslung für die Wintervorbereitung. Stelle deinem Team zehn Fragen, etwa die Fälle aus diesem Artikel, und lass in kleinen Gruppen raten. Erfahrungsgemäss gibt es dabei einige Überraschungen und lebhafte Diskussionen.
Und die wichtigste Regel?
Am Ende zählt, wer mehr Tore schiesst. Und dafür braucht es vor allem eines: einen sauberen Abschluss. Wenn du die Winterpause nutzen willst, um an deinem Volley zu arbeiten, ist der VOLLEYCHAMP® ein guter Begleiter. Der Ball liegt bereit, du schiesst, und das ganz ohne Regelkunde.