Die Women's EURO 2025 ist vorbei, und sie wird als eines der erfolgreichsten Sportereignisse in die Geschichte der Schweiz eingehen. Volle Stadien, begeisterte Fans und ein dramatischer Final in Basel: Dieser Sommer hat gezeigt, welche Kraft der Frauenfussball entfalten kann.
England verteidigt den Titel
Im Final am 27. Juli im St. Jakob-Park trafen England und Spanien aufeinander, eine Neuauflage des WM-Finals von 2023. Spanien ging in Führung, England glich in der zweiten Halbzeit aus. Nach 120 Minuten stand es 1:1, im Penaltyschiessen setzten sich die Engländerinnen durch und verteidigten damit ihren Titel von 2022. Für England war es zugleich die Revanche für den verlorenen WM-Final 2023, für Spanien eine bittere Niederlage nach einem starken Turnier.
Ein Zuschauerrekord
Noch nie haben so viele Menschen eine Frauen-Europameisterschaft im Stadion verfolgt. Insgesamt kamen über 650'000 Zuschauerinnen und Zuschauer zu den 31 Spielen, mehr als beim bisherigen Rekordturnier 2022 in England. Für ein vergleichsweise kleines Land wie die Schweiz ist das eine beeindruckende Zahl. Dazu kamen volle Fanzonen und hohe Einschaltquoten im Fernsehen.
Die Nati schreibt Geschichte
Für die Schweizer Nationalmannschaft war es das erfolgreichste Turnier ihrer Geschichte. Nach dem dramatischen Ausgleich gegen Finnland in der Nachspielzeit erreichte sie erstmals einen EM-Viertelfinal. Dort war gegen Weltmeister Spanien in Bern Endstation, doch die Mannschaft verabschiedete sich mit Applaus von ihrem Publikum. Die Spielerinnen haben das Land berührt und gezeigt, was mit Leidenschaft und Teamgeist möglich ist.
Was jetzt kommen muss
Ein Turnier allein verändert noch nichts. Entscheidend ist, was danach passiert. Damit die EM nachhaltig wirkt, braucht es:
- Mehr Angebote für Mädchen: Vereine sollten Mädchenteams aufbauen und Schnuppertrainings anbieten.
- Mehr Trainerinnen: Gut ausgebildete Trainerinnen sind Vorbilder und sorgen dafür, dass Mädchen dabeibleiben.
- Bessere Infrastruktur: Trainingszeiten, Plätze und Garderoben müssen fair verteilt werden.
- Sichtbarkeit: Die Women's Super League verdient mehr Zuschauer und mediale Aufmerksamkeit.
Der England-Effekt als Vorbild
Nach der Heim-EM 2022 hat England vorgemacht, wie man den Schwung nutzt. Die Zahl der Mädchen in Vereinen stieg, und die Women's Super League zog plötzlich deutlich mehr Zuschauer an. Ob der Schweiz Ähnliches gelingt, hängt davon ab, wie konsequent Verbände und Vereine jetzt handeln.
Was wir als Fans gelernt haben
Viele, die zum ersten Mal ein Frauenfussballspiel live gesehen haben, waren überrascht von Tempo, Technik und Atmosphäre. Die besten Teams spielten präzise, schnell und mutig. Besonders auffällig war, wie viele Tore nach schnellen Kombinationen und direkten Abschlüssen fielen. Technik auf hohem Niveau, ganz unabhängig vom Geschlecht.
Jetzt selbst loslegen
Wenn dich die EM inspiriert hat, ist jetzt der beste Moment, selbst aktiv zu werden. Die neue Saison beginnt, und viele Vereine suchen Spielerinnen und Spieler für alle Altersstufen. Wer erst einmal für sich üben möchte, kann mit einfachen Technikübungen im Garten starten. Mit dem VOLLEYCHAMP® lässt sich der Volley ohne Partner trainieren, ideal für den Einstieg und für alle, die nach dem Sommer an ihrer Schusstechnik feilen wollen.
Gastgeberin mit Bestnote
Auch organisatorisch hat die Schweiz überzeugt. Pünktliche Züge, sichere Stadien und eine friedliche, familiäre Stimmung prägten das Turnier. Viele internationale Gäste lobten die kurzen Wege und die Gastfreundschaft. Das ist eine gute Visitenkarte für künftige Grossanlässe im Land.
Danke, Nati, für diesen unvergesslichen Sommer! Und danke an alle, die dieses Fest möglich gemacht haben.