Während in der Schweiz viele Plätze unter Schnee oder Frost liegen und die Super League kurz vor dem Ende ihrer Winterpause steht, rollt der Ball anderswo auf höchstem Niveau. Gleich zwei grosse Kontinentalturniere finden in diesen Wochen statt: der Afrika-Cup in der Elfenbeinküste und der Asien-Cup in Katar.
Der Afrika-Cup 2023 – gespielt 2024
Der Afrika-Cup trägt offiziell den Namen „2023“, wird aber vom 13. Januar bis 11. Februar 2024 ausgetragen. Grund dafür ist das Klima: Im ursprünglich geplanten Sommer fällt in der Elfenbeinküste die Regenzeit. 24 Mannschaften kämpfen um den Titel, Titelverteidiger ist Senegal. Viele Spieler aus europäischen Topligen fehlen deshalb ihren Klubs für mehrere Wochen, was in England, Frankreich oder Deutschland jedes Mal für Diskussionen sorgt.
Der Afrika-Cup ist bekannt für seine Atmosphäre. Trommeln, Gesänge und volle Stadien gehören genauso dazu wie überraschende Resultate. Kleine Fussballnationen schaffen es regelmässig, Favoriten ins Straucheln zu bringen.
Der Asien-Cup in Katar
Fast zeitgleich, vom 12. Januar bis 10. Februar, findet in Katar der Asien-Cup statt. Teilweise wird in denselben Stadien gespielt wie bei der WM 2022. Gastgeber Katar ist gleichzeitig Titelverteidiger. Japan, Südkorea, Iran, Australien und Saudi-Arabien gehören zu den Favoriten.
Was wir in der Schweiz davon lernen können
Turniere wie diese zeigen, wie unterschiedlich Fussball gespielt werden kann. Afrikanische Teams setzen oft auf Tempo, Athletik und Eins-gegen-eins-Situationen. Asiatische Mannschaften wie Japan überzeugen dagegen mit hoher Passgenauigkeit und schnellem Kombinationsspiel. Beide Stile haben eines gemeinsam: Die Spieler sind technisch stark und können den Ball auch unter Druck direkt verarbeiten.
Gerade die Direktabnahme ist bei solchen Turnieren oft der Schlüssel. Wenn eine Abwehr kompakt steht, entscheiden häufig Distanzschüsse, Abpraller oder Volleys nach Flanken. Wer den Ball ohne Annahme aufs Tor bringen kann, hat einen klaren Vorteil.
Kurioses am Rande
- Der Afrika-Cup wird seit 1957 ausgespielt und ist damit älter als die Europameisterschaft, die erst 1960 startete.
- Der Asien-Cup wurde erstmals 1956 ausgetragen.
- Weil beide Turniere gleichzeitig stattfinden, fehlen manchen europäischen Klubs gleich mehrere Spieler auf einmal.
Ein Trainingsimpuls aus dem Turnierfussball
Wer die Spiele aufmerksam verfolgt, sieht viele Abschlüsse aus der zweiten Reihe und nach Abprallern. Daraus lässt sich eine einfache Übung ableiten, die du auch allein machen kannst:
- Stell dich etwa 14 bis 16 Meter vor das Tor.
- Lass den Ball von einer Wand oder einem Rebounder zurückspringen.
- Nimm ihn ohne Annahme direkt aufs Tor, abwechselnd mit rechts und links.
Achte darauf, den Oberkörper über dem Ball zu halten und das Fussgelenk fest zu machen. So bleibt der Schuss flach und präzise. Nach zehn Versuchen machst du eine kurze Pause und wechselst die Position, damit du aus verschiedenen Winkeln abschliesst. Genau diese Situationen erlebst du später im Spiel immer wieder.
Winterzeit ist Technikzeit
Auch wenn bei uns das Wetter nicht immer mitspielt: Technik kannst du fast überall trainieren. Eine Turnhalle, ein Kunstrasenplatz oder ein freier Platz im Garten reichen oft aus. Mit dem VOLLEYCHAMP® brauchst du keinen Zuspieler und kannst deinen Volley auch in kurzen Einheiten gezielt verbessern.
Viel Spass beim Mitfiebern, egal ob du Afrika-Cup oder Asien-Cup schaust!